MW4 Open Matchmaking erklärt: Wie funktioniert das System wirklich?
Open Matchmaking in MW4 ist eine eigene Playlist, in der Beta hieß sie Open Moshpit, bei der Skill beim Lobby-Aufbau kaum eine Rolle spielt. Daneben läuft die Standard-Queue Quick Play, die Skill weiterhin berücksichtigt. Wir zeigen, was bestätigt ist, was nicht und was Activisions eigene Daten sagen.

Endlich wieder entspannte Lobbys ohne Dauerschwitzen? Genau das verspricht Open Moshpit, so hieß die Open-Matchmaking-Playlist in der MW4-Beta. Dort wird Skill beim Zusammenstellen der Lobbys nur „minimal berücksichtigt“. Die Playlist läuft parallel zur Standard-Queue Quick Play, die deinen Skill weiterhin gemeinsam mit deiner Verbindung und weiteren Faktoren gewichtet. Ob es Open-Playlists auch zum Release am 23. Oktober ins fertige Spiel schaffen, hat Activision nicht bestätigt. So viel zur Kurzfassung. Im Rest des Guides geht es um Details, Daten und Haken.
Einen SBMM-Schalter im Einstellungsmenü gibt es nicht. Welche Lobbys du bekommst, entscheidest du allein über die Wahl der Playlist. Weitere Wege zu entspannteren Matches sind private Matches gegen Bots oder eine kostenpflichtige Option wie MW4 Bot-Lobbysfrom $4.99 für Sessions, in denen du ausschließlich grinden willst. Jede dieser Varianten hat ihre Vor- und Nachteile, dazu weiter unten mehr.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Achte auf den Namen der Playlist. In der Beta lief Open Matchmaking ausschließlich über die Kachel Open Moshpit. Das normale Quick Play gehörte nicht dazu.
- Kenne die Modi. Open Moshpit bot nur vier Modi: Team Deathmatch, Domination, Hardpoint und Kill Confirmed. Search & Destroy und eine Hardcore-Variante fehlten.
- Such nicht nach einem Schalter. Es gibt keinen.
- Rechne mit Ausreißern. Open-Lobbys bedeuten mehr einseitige Matches, und bei einigen davon wirst du auf der Verliererseite stehen.
- Schau dir am 23. Oktober die Release-Playlists an. Zur Zukunft von Open ist bisher nichts offiziell.
MW4 Open Matchmaking erklärt: Zwei Systeme im Vergleich
Fazit: Es gibt zwei Queues, und eine davon dreht die Skill-Gewichtung massiv herunter.
Das Konzept stammt aus Black Ops 7. BO7 startete mit Open-Playlists, die laut Activision Skill nur minimal berücksichtigten. Im Juli 2026, mit Season 5 von BO7, stellte Activision dann Quick Play, Black Ops Classic und Party Games auf ein neues System um, das nach eigenen Angaben vom ersten Black Ops und von Black Ops II „inspiriert“ ist. Offiziell soll es für eine schlauere Teamaufteilung, große Abwechslung bei den Matches, weniger halbleere Lobbys und ein besseres Spielerlebnis für Gruppen mit unterschiedlichem Skill-Niveau sorgen.
In der MW4-Beta liefen beide Systeme nebeneinander. Der Early Access fand vom 21. bis 25. August statt, die Open Beta vom 28. August bis 1. September, verlängert bis 22 Uhr PT. Laut Activision blieb Open bewusst verfügbar, um aus beiden Systemen Erkenntnisse zu ziehen.
| Quick Play (neues System) | Open Moshpit (Open Matchmaking) | |
|---|---|---|
| Skill-Gewichtung | Ein Faktor neben Verbindung, Standort, Plattform und Spielerzahl | Minimal |
| Modi in der Beta | TDM, Dom, Hardpoint, KC, S&D, Inflation, Hijack | TDM, Dom, Hardpoint, KC |
| Spielgefühl | Auf ausgeglichene, knappere Matches ausgelegt | Größere Skill-Spanne, mehr klare Siege und Niederlagen |
| Haltung von Activision | Daten zeigen angeblich „deutliche Verbesserungen“ | Als Vergleichstest beibehalten |
| Status zum Release | Standard in der Beta; finales Release-Setup nicht veröffentlicht | Unbestätigt |
Warum Activision Open nicht zum Standard macht
Fazit: Activisions eigene veröffentlichte Zahlen sprechen dagegen.
Am 19. August veröffentlichte der offizielle Call-of-Duty-Account Daten zu BO7 vom Launch bis einschließlich Season 4. Demnach zeigten Open-Lobbys im Vergleich zu Standard-Lobbys für 80 % der Spieler:
- 32,7 % höhere Abbruchquoten
- 14,4 % weniger Kills pro Minute
- 5,3 % niedrigere Siegquoten
- 59,2 % mehr „Kein Spaß“-Bewertungen
Außerdem sind die Abbruchquoten laut Activision seit Beginn von Season 5 in allen Skill-Gruppen gesunken, bei mehr als der Hälfte der Spieler um 41 %. Dazu kommen nach Angaben des Publishers kürzere Suchzeiten und ein besserer durchschnittlicher Ping.
Das sind allerdings Activisions eigene Zahlen, unabhängig überprüft hat sie niemand. Eine Community-Notiz unter dem Post verwies auf von Spielern erstellte Benchmarks, nach denen die Suchzeiten sogar gestiegen sein sollen. Die Reaktionen fielen heftig aus: Creator und Spieler kritisierten die Entscheidung, und eine Petition auf Change.org fordert, Open zum Standard für Casual-6v6 zu machen.
Der ehrliche Stand am 30. September 2026: Open Matchmaking gab es in der MW4-Beta, und nichts Offizielles deutet darauf hin, dass es auch zum Release dabei ist. Wer das eine oder das andere behauptet, spekuliert.
Noch ein interessanter Punkt: Einigen in der Community ist aufgefallen, dass die BO7-Beta mehrere Open-Playlists hatte, die MW4-Beta dagegen genau eine. Viele werten das als schlechtes Zeichen. Eine nachvollziehbare Deutung, aber eben nur eine Deutung. Infinity Ward erwähnte im Update zum zweiten Beta-Wochenende zudem keine Änderungen am Matchmaking, obwohl genau das einer der größten Kritikpunkte aus dem Early Access war.
Heißt Open gleich kein SBMM?
Fazit: Nein. Minimale Skill-Gewichtung ist immer noch Skill-Gewichtung.
Activision hat nie behauptet, dass Open Skill komplett aus dem Matchmaking entfernt. In Open zählt Skill deutlich weniger, und der Matchmaker lässt eine viel größere Bandbreite an Spielern in dieselbe Lobby. Manche Matches fühlen sich deshalb an wie 2012, andere so, als wärst du mitten in einem Pro-Scrim gelandet. Gleichzeitig ist auch das neue Standardsystem nicht das strikte SBMM aus der Zeit von Modern Warfare (2019) bis MW3. Infinity Ward hat klargestellt, dass MW4 nicht zum Setup vor Black Ops 7 zurückkehrt. Die Wahl lautet also nicht „Sweat vs. Casual“, sondern „ausgeglichen, aber gesteuert“ gegen „locker und zufällig“.
Häufige Fragen
Kann man SBMM in MW4 ausschalten? Nein. MW4 hat keinen Schalter im Spiel für Skill-based Matchmaking. Am nächsten kommst du dem, indem du eine bestimmte Playlist wählst, etwa Open Moshpit, falls es zum Release dabei ist, oder Private Matches gegen Bots spielst. Private Matches bringen allerdings nicht denselben Fortschritt wie öffentliche Spiele.
Taugt Open Moshpit für den Camo-Grind? Nur bedingt. Open-Lobbys schwanken in beide Richtungen, du kannst also nicht abschätzen, wie viel Fortschritt eine Session bringt, und mit nur vier Modi passen nicht alle Challenges. Realistische Zeitangaben für jede Mastery-Stufe findest du in unserem MW4 Camo-Grind-Guide.
Umgehen Bot-Lobbys das Matchmaking komplett? Ja. Eine Bot-Lobby läuft nie über das öffentliche Matchmaking, SBMM spielt dort also überhaupt keine Rolle. Setups, Einschränkungen und Risiken unterscheiden sich, alles dazu erklären wir in MW4 Bot-Lobbys erklärt.
Ist das neue Standardsystem besser für Gruppen? Laut Activision bietet es Gruppen mit gemischtem Skill-Niveau ein besseres Erlebnis als das alte System. So lautet zumindest die offizielle Aussage. Der einzige öffentliche Anhaltspunkt bisher ist die Beta, und dort war das Feedback der Spieler gespalten.
Unterm Strich
Open Matchmaking in MW4 gibt es wirklich, es wurde in der Beta getestet, und ob es zum Release kommt, ist weiterhin offen. Wenn Open Moshpit am 23. Oktober verfügbar ist, kannst du es gezielt in die Queue nehmen. Von Quick Play solltest du eher ausgeglichene als entspannte Matches erwarten. Für einen langen Waffen-Grind auf die richtige Playlist zu setzen, bleibt so oder so ein Glücksspiel. Wer sich das beim Grinden sparen will, hat mit MW4 Bot-Lobbysfrom $4.99 eine Option: keine öffentliche Queue, kein SBMM, einfach konstanter Fortschritt.
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